VERSTAENDIGUNG   NICHT  VERSOEHNUNG

Nicht nur Politiker in Berlin,  Prag und Warschau,  sondem sogar Sprecher von Verbaenden Heimatvertriebener, sprechen von Versoehnung mit Tschechien bzw. Polen.

Obwohl ich mich schon mehr als 50 Jahre der englischen Sprache widmen muss, denn ich lebe und arbeite in Amerika, so habe ich noch nicht den Sinn meiner deutschen Muttersprache verloren.

Versoehnung kann nur, woertlich und sinniich, zwischen Vater und Sohn stattfinden. Das wuerde bedeuten, dass die Tschechen bzw. Polen, unsere Vaeter sind und wir heimatvertriebene Deutsche sind die Soehne - oder umgekehrt. Deshalb ist die Bezeichnung Versoehnung nicht nur unklug, sondem vielleicht sogar beleidigend.  Welcher Pole oder Tscheche will einen Schlesier, Ostpreussen oder Sudetendeutschen als Sohn betrachten? Umgekehrt ist es wohl nicht viel anders.

Es geht um Verstaendigung zwischen Voelkern, aehniich wie Verstaendigung und Beziehungen zwischen Firmen, Unternehmer und Arbeitnehmer. Eine Verstaendigung muss fuer beide Teile gerecht und sogar vorteilhaft sein.

Eine Verstaendigung zwischen Voelkern kann nur dann erfolgreich sein, wenn man die Menschenrechte, also das Recht auf Leben, das Recht auf Freiheit, das Recht auf Heimat und Schutz des Privatbesitzes, anerkennt. Deshalb harmonieren die 4 Nationen in der Schweiz und das Gegenteil finden wir jetzt in Palestina und vorher in der Tschechischen Republik und anderen oestlichen Staaten.

Die Resolutionen des US House of Representatives Nr.557 vom 9.0ktober 1998 und Nr.562 vom IS.Oktober 1998 stellendie beste Grundlage fuer eine Voelkerverstaendigung zwischen Tschechen, Polen und den Deutschen dar. In den Resolutionen wird gefordert, dass die Vertriebenen bzw. Geschaedigten, Rueckkehrrecht haben, den Privatbesitz rueckerstattet bekommen und falls dies nicht moeglich ist, eine entsprechende Entschaedigung erhalten - nicht nur symbolisch.

Leider hat sich der Bundestag schon unter Kanzier Kohl geweigert, eine aebuliche Resolution zu verabschieden und das muss gefordert werden, nicht zuletzt auch im Interesse der Tschechen und Polen.

Die Rueckgabe des noch bestehenden geraubten Besitzes waere fuer die Tschechen und Polen nicht nur gerecht, sondern wirtschaftlich sogar vorteilhaft, insbesondere im Hinblick auf die Osterweiterung der Europaeischen Union. Leider mangelt es bei den Politikern an klarem Denken und Handein. Alles muss verschleiert werden, was man als Diplomatic bezeichnet.
 
 

Gerade im Hinblick der grossen Weltkrisen ist es unsere Pflicht, fuer die Menschenrechte einzutreten und dieselben einzufordern. Aber ohne Schutz des Privatbesitzes und Heimatrechts, gibt es keine

Menschenrechte und die Regierungen, die das nicht einfordem bzw. nicht gestatten, koennen nicht als Rechtsstaat bezeichnet werden.
 
 

     Karl Hausner

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